Art: Schutzhütte Ort: Naturpark Texelgruppe, Italien Zeitraum: 2015
Planungsumfang: Wettbewerb Größe: /
Team: Alexander Pfanzelt, Max Dünßer, Manuel Wukowitsch, rococoon (Visualisierung)

MIT DER NATUR BAUEN UND NICHT DAGEGEN. Die Stettiner Hütte wurde seit ihrem bestehen bereits 4 mal durch Lawinen beschädigt bzw. zerstört. 2014 wurde sie bei einem Lawinenabgang strukturell so stark beschädigt, dass sie komplett abgerissen werden musste. Liegt diese Hütte am richtigen Standort? Die Stettiner Hütte ist eine Schutzhütte die nur in den Sommermonaten geöffnet ist. Die Hütte liegt in einer Zone, welche nur durch massive Schutzmaßnahmen zu einer resilienten Behausung werden kann. Zentrale Rolle im Entwurf spielen daher: A. Verschieben des Baukörpers um ca. 6 Meter nach Osten. B. Aufnahme der Gratlinie an der Nordseite des Standortes als Dachoberkante, damit mögliche Lawinen über das Dach gleiten können. C. Reduzierung der Druckgrenze der Lawine auf die Seitenwand bzw. auf die hintere Wand auf jeweils ¼. Durch diese drei Maßnahmen wird der Materialeinsatz um 355 Helikopterflüge allein für diese Bauteile im Vergleich zum Referenzprojekt reduziert. Zudem gilt es die im Tal geltenden Klimastandards für Schutzhütten (3-monatige Öffnungszeit) zu hinterfragen; denn es geht um die graue Energie (fällt bei der Errichtung eines Bauwerks an), die es zu reduzieren gilt. Dies wird bei dem angewandten funktional-ökologisch-ökonomischen Entwurfsprinzip berücksichtigt. Einfluss findet hierbei auch die Typologie des Paarhofs, welche durch die äußeren Einflüsse geformt wird. Es entsteht ein Komplex, der über die „sichere“ Südseite erschlossen und belichtet wird. Das Projekt wurde von der Jury aus der Wertung genommen, da es das vorgegebene Baufeld nicht einhält.